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Firmengelände: ungenutztes Land mitten im Betrieb
Rasenflächen, Parkplatzränder, Böschungen: die meisten Firmengelände in Deutschland sind grün, aber ökologisch fast leer. Dabei liegt hier eine der größten ungenutzten Flächenreserven für Naturschutz, mitten in Gewerbegebieten, direkt neben Produktionshallen und Bürogebäuden. Wer diese Flächen naturnah gestaltet, gewinnt mehr als nur ein besseres Image. Diese Seite richtet sich konkret an Unternehmen mit eigenem Betriebsgelände — für öffentliche kommunale Flächen siehe unsere Seite für Kommunen.
01
Warum Firmengelände für den Naturschutz zählen
Das Bundesamt für Naturschutz formuliert es so: Biodiversität und die damit verbundenen Ökosystemleistungen sind Grundlage gesellschaftlichen Wohlergehens und Wohlstands, und damit auch Wirtschaftsgrundlage nahezu aller Unternehmen. Kein Betrieb funktioniert ohne intakte Böden, sauberes Wasser oder Bestäubung, auch wenn das im Alltag selten sichtbar wird. Gleichzeitig schreitet das Artensterben nach Angaben der Stiftung Natur & Wirtschaft heute um das Tausendfache schneller voran als ohne menschlichen Einfluss. Jede Fläche, die vom sterilen Zierrasen zum Lebensraum wird, wirkt dem direkt entgegen, und Firmengelände sind oft größer und einfacher umzugestalten als man denkt.
Quelle: BfN, Biodiversität und Unternehmen; Stiftung Natur & Wirtschaft

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
02
Was naturnahe Firmengelände konkret bedeutet
Ein naturnahes Firmengelände ist kein englischer Rasen mit ein paar Blumenkübeln. Die Stiftung Natur & Wirtschaft nennt als Beispiel Insektenhotels und Hochbeete, die genau solche Trittsteine auf sonst versiegelten Flächen schaffen.
- Blühwiesen statt Zierrasen, mit heimischen Wildpflanzen statt Zuchtsorten
- Entsiegelung von überdimensionierten Parkplätzen und Wegen
- Hecken und Gehölzstreifen als Sicht- und Windschutz, die gleichzeitig Lebensraum sind
- Dach- und Fassadenbegrünung an Hallen und Bürogebäuden
- Regenwasser-Versickerung statt Ableitung in die Kanalisation
- Nisthilfen und Totholzstrukturen als kleine Trittsteinbiotope zwischen versiegelten Flächen
Quelle: Stiftung Natur & Wirtschaft / Heinz Sielmann Stiftung

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
03
Der wirtschaftliche Nutzen für den Betrieb
Naturnahe Flächen sind meist auch die günstigeren. Wilde Wiesen brauchen ein bis zwei Mahden im Jahr statt wöchentlichem Rasenmähen, Versickerungsflächen sparen Abwassergebühren, und viele Maßnahmen zahlen direkt auf Umweltmanagement-Standards wie ISO 14001 oder EMAS ein, die ohnehin dokumentiert werden müssen. Dazu kommt der weichere, aber real messbare Effekt auf Mitarbeitende: eine naturnahe Umgebung wirkt sich nachweislich positiv auf Wohlbefinden und Zufriedenheit aus, und ein grünes Firmengelände ist für Kunden und Nachbarschaft ein sichtbares Zeichen, kein Hochglanz-Statement in einem Nachhaltigkeitsbericht.
Quelle: Stiftung Natur & Wirtschaft / Heinz Sielmann Stiftung
04
Ökopunkte als zusätzlicher Hebel
Wer sein Firmengelände ökologisch aufwertet, kann das unter Umständen über Ökopunkte anrechnen lassen, etwa wenn an anderer Stelle gebaut oder erweitert wird. Wie das System funktioniert, erklären wir ausführlich auf unserer Ökopunkte-Seite, aber im Kern gilt: ökologische Aufwertung lässt sich in vielen Fällen mit ohnehin geplanten Ausgleichsmaßnahmen verbinden, statt zwei getrennte Budgets zu brauchen.

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
05
Wie PermaWaldGarten Unternehmen begleitet
Wir schauen uns euer Gelände an, entwickeln gemeinsam mit euch ein Konzept, das zu Nutzung und Budget passt, und begleiten Umsetzung und Pflege. Das reicht von einer einzelnen Blühwiese am Werkstor bis zur kompletten Neugestaltung eines Betriebsgeländes über mehrere Jahre. Mindestens 80 Prozent aller Einnahmen fließen dabei direkt in Projekte wie eures.
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