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Heimische Pflanzen und Bäume in der Stadt: die richtige Wahl entscheidet über Jahrzehnte
Ein Stadtbaum steht meist fünfzig Jahre oder länger an derselben Stelle, auf einem kleinen Wurzelraum, zwischen Asphalt und Gebäuden, mit deutlich mehr Hitzestress als sein Verwandter im Wald. Welche Art dort gepflanzt wird, entscheidet also nicht für eine Saison, sondern für Generationen.

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
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Warum Stadtbäume besonders leiden
Stadtbäume stehen unter erschwerten Bedingungen: begrenzter Wurzelraum, versiegelte Flächen ringsum, aufgeheizter Asphalt und oft zu wenig Wasser. Der Klimawandel verschärft das zusätzlich, steigende Temperaturen und extremere Wetterereignisse erhöhen die Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge weiter. Viele der klassischen Stadtbaumarten, die in den letzten Jahrzehnten gepflanzt wurden, stoßen inzwischen an ihre Grenzen.
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Wie sich die richtige Art auswählen lässt
Fachleute bewerten mittlerweile systematisch, welche Baumarten unter diesen Bedingungen bestehen können, mit Kriterien wie Klimaresilienz, Standortansprüchen, ökologischem Nutzen, Schädlingsanfälligkeit, Pflegeaufwand und Kosten. Ein Beispiel dafür ist das Online-Tool CityTreeSuit, das anhand von vier einfachen Fragen zu Gemeinde, Standorttyp und Prioritäten eine passende Auswahl aus zwanzig geprüften Arten vorschlägt. Unter den vielversprechenden Kandidaten für Stadt und Wald wird etwa die Baumhasel genannt, eine Art, die deutlich mehr Hitze und Trockenheit verträgt als viele traditionelle Stadtbaumarten.
Quelle: waldwissen.net, Stadtbäume im Klimastress
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Warum heimisch trotzdem zählt
Klimaresilienz ist die eine Seite, ökologischer Nutzen die andere. Heimische Baumarten haben über Jahrtausende gemeinsame Geschichte mit heimischen Insekten, Vögeln und Pilzen, viele spezialisierte Arten können mit eingeführten Baumarten wenig anfangen, egal wie gut diese das Stadtklima vertragen. Die beste Lösung liegt oft in der Mitte: überwiegend heimische Arten, ergänzt um wenige, sorgfältig ausgewählte, besonders hitzetolerante Arten dort, wo heimische Bäume unter den extremen Bedingungen einer Innenstadt tatsächlich an ihre Grenzen stoßen.

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
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Was das für Kommunen und Firmengelände bedeutet
Wer heute pflanzt, sollte nicht die Art von vor dreißig Jahren nachpflanzen, nur weil sie sich damals bewährt hat. Eine kurze fachliche Prüfung vor der Pflanzung erspart es, in zwanzig Jahren einen kranken oder abgestorbenen Baum wieder entfernen zu müssen.
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